Zeiss

Bis ein Name zum Synonym für optische Brillanz wird, braucht es Zeit und Expertenwissen. Die Carl Zeiss AG verfügt über beides.

Der Name „ZEISS“ gilt in Foto- und Filmkreisen als Synonym für erstklassige Qualität. Weniger bekannt ist, dass dies auch auf weitere Bereiche zutrifft. 

In der Halbleitertechnik etwa ist es längst nicht mehr möglich, Milliarden Transistoren mechanisch auf winzigen Chips unterzubringen. Dazu werden optische Systeme von Zeiss genutzt. Diese sind außerdem in Mikroskopen, Ferngläsern, Planetarien und mehr zu finden.

Das breite Spektrum an Referenzen erarbeitete sich ZEISS in einer traditionsreichen Geschichte, die bereits im Jahr 1846 in Jena begann. Da verwundert es nicht, dass deren Objektive im obersten Leistungssegment rangieren und das Unternehmen stets die Grenzen des Machbaren auslotet. So gelten etwa die in Deutschland gefertigten „ARRI/ZEISS Master Prime Objektive“ (Abbildung rechts) als Speerspitze im Bereich der Kinoaufnahmetechnik.

Die Qualität einzelner Linsenelemente und deren Zusammenwirken in optischen Gruppen ist ein entscheidender Faktor für die Abbildungsleistung späterer Objektive. Daher gilt bei ZEISS ein aufwändiger Kontroll- und Reinigungsprozess, der „Fischen“ genannt wird. Die Ränder makelloser Linsen werden mit eigens entwickelten Lacken zur Reduzierung und Vermeidung von Streulichtern von den Seiten behandelt. Nach dem Drehen der Fassungen erfolgt die Passgruppen-Montage und der Zusammenbau sowie die Lasergravur. In einer Montagelinie können 140 Varianten der CP.2 Objektive gebaut werden, wobei ZEISS verschiedene Brennweiten, Anschlüsse und Mess-Skalen kombiniert.

ZEISS Compact Prime CP.2

Die hohe Qualität der Fotoobjektive von ZEISS, etwa aus den Serien „Loxia” oder „Touit”, kennen FOTO HITS-Leser bereits aus zahlreichen Testartikeln. Das Filmen jedoch erlaubt in technischer Hinsicht noch weniger Spielraum für Fehler als das Fotografieren. Während es bei der Arbeit mit Standbildern weniger Mühe macht, optische Fehler nachträglich zu korrigieren, muss beim Drehen von Videos bereits während der Aufnahme die bestmögliche Qualität erreicht werden.

Doch nicht nur die optischen Fähigkeiten sind entscheidend, auch die Verarbeitung und Mechanik sind ausschlaggebend. Denn trotz hartem Produktionsalltag dürfen etwa die Stellringe keine Toleranzen beim Spiel kennen und müssen sich millimetergenau ohne Widerstand einstellen lassen.

Die Kinofilm- und HD-Video-Objektive der Serie „Compact Prime CP.2“ werden bei ZEISS in Oberkochen entwickelt und hergestellt. Sie richten sich an Filmer mit begrenztem Budget, die sich den flexiblen Einsatz an verschiedenen Geräten offen halten möchten.

Für diese Ansprüche werden die Modelle mit einem von fünf verschiedenen Bajonettanschlüssen gefertigt, der nachträglich sogar umgebaut werden kann. Somit wird der Wechsel von einer Film- zu einer DSLR-Kamera möglich, ohne dass Qualitätsunterschiede das Ergebnis beeinträchtigen. Wesentliches Augenmerk liegt außerdem auf der exakten Montage, daher werden auch mechanische Komponenten und das Gehäuse in Deutschland hergestellt. Da keine elektronischen Bauteile zum Einsatz kommen, erreichen sie eine extrem hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Darüber hinaus werden die ZEISS Compact Prime CP.2 nach dem „Poka yoke“-Prinzip entwickelt. Die einzelnen Bestandteile passen nur mit einer Möglichkeit zusammen, um Fehler auszuschließen.

Die ganze Bandbreite der optischen Zeiss-Produkte lernen Interessierte durch Einlesen des QR-Codes kennen oder durch einen Besuch auf der Seite: www.zeiss.de/photo